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Tierärztliche Praxis für Kleintiere

Dr. med. vet. Annerose Hönicke

Tierärztliche Praxis für Großtiere

Dr. med. vet. Eberhard Hönicke

Zwergkaninchen

Unsere Hauskaninchen werden seit der Römerzeit als Haustiere in Gehegen (Leporarien) gehalten. Wildkaninchen sind weltweit verbreitet. Sie wurden gefangen und vermehrten sich in der Gefangenschaft gut. In Deutschland werden Kaninchen erstmals 1.149 n. Chr. erwähnt.
Unsere Hauskaninchen gehören in der zoologischen Systematik zu den hasenartigen Nagetieren. Damit sie gesund bleiben und es ihnen so richtig gut geht, sollten ein paar Dinge beachtet werden.

 Faltblatt “Kaninchen

Haltung:

  • niemals Einzelhaltung
  • bei mehreren Tieren auf Gleichgeschlechtlichkeit/Kastration achten! Und als Jungtiere zusammenbringen
  • Haltung mit einzelnen Meerschweinchen ist nicht artgerecht und daher abzulehnen
  • Lebenserwartung ca. 5-7 Jahre
  • Nicht an den Ohren anheben (schmerzhaft)
  • Unterbringung:
    • Gitterkäfig - quer verdrahtet - mit Plastikwanne (sinnvoll für die Wohnung)
    • Drahtkonstruktion galvanisch verzinkt oder matt verchromt, Abstand Querdrähte ca. 20 mm
    • Mindestgröße 150 x 80 cm, etwa 60 cm hoch. Richtwert: Der Käfig soll 3 Hoppelsprünge lang und 2 breit sein, das Kaninchen soll aufrecht im Käfig stehen können.
  • Standort:
    • nicht im Kinderzimmer, da dämmerungsaktiv (Hauptakrionszeit: 19-3 Uhr!)
    • ca. Tischhöhe
    • Temperatur 20° C (Tiere sind sehr hitzeempfindlich!!)
    • Luftfeuchtigkeit ca. 50 % (im Winter: Verdunster an den Heizungen oder gute Bepflanzung)
    • Freilauf in der Wohnung nur unter Aufsicht
    • Gefahrenquellen (Stromkabel) beseitigen!
    • ca. Mai - September Außengehege im Halbschatten möglich
    • vorher impfen!! + langsames Umgewöhnen an frisches Grünfutter!
  • Einrichtung:
    • Einstreu: Heu, Stroh, Hobelspäne, besser geschreddertes Altpapier, kein Pelletstreu!
    • Unterschlupf in Höhlen- oder Kastenform, ca. L 32,5 cm x B 22,5 cm x H 20 cm, Schlupfloch 12,5 cm im Durchmesser
    • Trinkröhrchen
    • standfeste Futterschale (Ton oder Steingut), Heuraufe
    • 2-Etageneinrichtung
    • frische Äste von Weide, Buche, Haselnuss, Apfel oder Birnbaum zum Benagen (keine Ziergehölze!!)
    • ausgehöhlte Stammteile von Obst- oder Laubbaum
    • Rasenstücke mit Wurzelwerk
  • Futter:
    • Kaninchen-Fertigfutter in Pelletform ungeeignet, da es zu viele Kohlenhydrate und zu wenig Struktur (Rohfaser in Form von Halmen größeren Pflanzenteilen) enthält
    • gutes Heu immer (24h) in ausreichender Menge, kein Luzerneheu
    • Gräser, Kräuter, Wurzeln, auch gerne Rinde von jungen Gehölzen
    • Früchte, Triebe von Himbeere, Brombeere, Johannisbeere, Apfelbaum,
    • Löwenzahn, Luzerne, Bärenklau, Wiesenklee, Sauerampfer (weder zu nass, noch verwelkt oder verschmutzt - niemals vom Straßenrand, niemals gedüngt!!)
    • Karotten, Steckrüben, Äpfel, Birnen
    • Achtung: Maximal 1 Esslöffel handelsübliches Fertigfutter
  • Kotfressen:
    Kaninchen setzen ständig im Laufe des Tages trockene, perlenförmige Kotpellets ab.
    Sie haben jedoch noch eine zweite Kotart, den weichen Blinddarmkot. Er wird von den Kaninchen unmittelbar vom Anus aufgenommen und einer zweiten Magendarmpassage zugeführt. Sie dürfen auf keinen Fall am Kotfressen gehindert werden, denn die Tiere würden dann an Verdauungsstörungen sterben.
    Alte Kaninchen, oder Tiere mit Wirbelsäulenerkrankungen (Ursache sind zu kleine Käfige) können diesen lebensnotwendigen Stuhl nicht mehr aufnehmen. Er hängt dann an ihrem After. Diesen Tieren können Sie helfen, indem Sie den Kot täglich vom After abnehmen und zum Fressen in den Käfig legen.
  • Impfungen und Entwurmung:
    Kaninchen sollten gegen die von Stechmücken übertragene Myxomatose (am besten im Februar/März) und gegen die Durchfallerkrankung RHD geimpft werden! Weitere Informationen finden Sie hier!
    Freilaufende Kaninchen sollten einmal im Jahr entwurmt werden.

    Ist mein Tier gesund? – Achten Sie auf:

    • Regelmäßige Futteraufnahme
    • Länge der Zähne
    • Abmagerung/Gewicht des Tieres
    • struppiges Fell
    • verklebter/verschmiertes After
    • verstärkte Atmung
    • Augenausfluß
    • Krustige Beläge an den Ohren oder Ekzeme im Fell
    • Länge der Krallen

    Sollten Sie noch Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an uns. I

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